LaTeX Tutorial Teil 4 – Formatierung bei mathematischen Formeln

Der dritte Teil des Tutorials hat einiges zur Textformatierung erläutert. Dieses Mal geht es um etwas ganz anderes und zwar Mathematik und Formeln. Wie am Anfang des Tutorials schon erwähnt, eignet sich LaTeX besonders für die Darstellung von Formeln, da man quasi nur den Inhalt der Formel festlegt und daraus dann beim Kompilieren automatisch eine gute Formatierung erzeugt wird. Selbstverständlich kann man auch viel selber anpassen. Weil das Thema sehr umfangreich ist, kann ich natürlich nicht auf alles eingehen, weswegen es in diesem Teil zuerst um Allgemeines, Schriftarten und Formatierung geht.

Die mathematische Umgebung

unterschiedliche Formatierungen im Mathematikmodus

unterschiedliche Formatierungen im Mathematikmodus

Innerhalb eines Dokuments kann man in den sogenannten Mathematikmodus wechseln. In dieser Umgebung können Befehle für mathematische Formeln verwendet werden. Auch die Schriftart ist im Mathematikmodus ist eine andere. Mit $ … $, \( … \) oder \begin{math} … \end{math} kann man in den normalen Mathematikmodus wechseln. Die Formatierung/Schriftgröße im Mathemodus lässt sich mit den Befehlen {\textstyle … }{\scriptstyle … }{\scriptscriptstyle … } und {\displaystyle … } anpassen (siehe Bild rechts), wobei \textstyle der Standardformatierung entspricht.

Durch die Befehle \[ … \], \begin{displaymath} … \end{displaymath} oder \begin{equation} … \end{equation} werden abgesetzte Formeln erzeugt. Das bedeutet, dass die Formeln zentriert werden und sie wie mit \displaystyle formatiert sind. Bei equation gibt es übrigens noch die Besonderheit, dass die Formeln durchnummeriert werden.

Normaler Text innerhalb einer Formel kann z.B. mit \textnormal{ … } realisiert werden.

Schriftarten

Für Variablen- oder Mengennamen sind verschiedene Schriftarten nützlich. Mit \mathcal{ … } benutzt man Kalligraphie (allerdings nur für Großbuchstaben). \mathscr{ … } kann für verschnörkelte Buchstaben benutzt werden (nur Großbuchstaben und man braucht das Paket mathrsfs). \mathfrak{ … } erzeugt Frakturschrift (man benötigt das Paket amssymb). Mit \mathbb{ … } werden die Buchstaben mit einem Doppelstrich erzeugt (praktisch für Zahlenmengen, auch hier können aber nur Großbuchstaben erzeugt werden und es wird ebenfalls amssymb benötigt). Eine Alternative dazu wäre \mathds{ … } (auch nur für Großbuchstaben und man braucht das Paket dsfont).

verschiedene Schriftarten für den Mathematikmodus

verschiedene Schriftarten für den Mathematikmodus

Griechische Buchstaben

Für viele Formeln braucht man griechische Buchstaben. Glücklicherweise ist das bei LaTeX kein Problem, es gibt sogar für einige Buchstaben unterschiedliche Varianten. Für manche Buchstaben  gibt es keine eigenen Befehle (wenn sie fast wie normale lateinische Buchstaben aussehen), weswegen man sich des Befehls {\rm … } bedienen kann (damit wird in den normalen Schriftstil gewechselt). Die folgende Tabelle zeigt die Befehle für die Buchstaben (klicken zum Vergrößern des Bildes):

Das griechische Alphabet, mit LaTeX erstellt.

Das griechische Alphabet, mit LaTeX erstellt.

Akzente

Hier noch eine Tabelle zu Befehlen für Akzente, da diese hin und wieder gebraucht werden. Für manche von den Befehlen wird das Paket amsmath benötigt.

Akzente mit LaTeX hinzufügen

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3 Antworten

  1. 25. März 2015

    […] Formatierung bei mathematischen Formeln […]

  2. 3. Mai 2015

    […] Weiter zu Teil 4 – Formatierung bei mathematischen Formeln […]

  3. 6. Mai 2015

    […] vierten Teil des Tutorials ging es bereits um die Formatierung bei mathematischen Formeln, nun werden oft benötigte Befehle […]

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