Java Tutorial Teil 2 – Das erste Programm schreiben

Nachdem ich im ersten Artikel erklärt habe, wie man Java installiert, kann es nun endlich mit dem ersten Programm losgehen. Klassischerweise ist das „Hello Wordl!„.

Die Datei anlegen

Der Quellcode lautet so:

Öffne nun den Editor und füge den obigen Code ein. Speicher die Datei dann als HelloWorld.java ab. Es ist wichtig, dass der Dateiname genauso geschrieben ist, wie der Name nach dem public class, ansonsten wird ein Fehler auftreten.

Das Programm ausführen

Als nächstes öffnest du die Konsole und wechselst in den Ordner, in dem du die Datei gespeichert hast. Falls du dich mit der Konsole noch nicht auskennst, sind hier noch einmal die wichtigsten Befehle:

  • Mit cd X kannst du in den Unterordner X wechseln.
  • Mit cd .. wechselst du in den übergeordneten Ordner.
  • Mit X: kannst du zum Laufwerk X wechseln.
  • Mit dir (bei Windows) oder ls (bei Linux und Mac) kannst du dir alle Dateien und Ordner im aktuellen Verzeichnis anzeigen lassen.

Bist du im Ordner, gibst du javac HelloWorld.java ein. Dieser Befehl übersetzt den Quellcode der Datei in Bytecode und speichert ihn in einer Datei mit der Endung .class ab. Der Vorgang wird als kompilieren bezeichnet. Als nächstes gibst du java HelloWorld ein. Dieser Befehl interpretiert HelloWorld.class und führt damit dann das Programm aus. Das Programm sollte die Ausgabe Hello World! auf deiner Konsole erscheinen lassen.

Erklärung zum Programm

Im obigen Programmcode wird eine sogenannte Klasse erzeugt. Diese Klasse hat, wie du gesehen hast, nur die Funktion, den Text Hello World! auszugeben. Mit dem Befehl System.out.println(„…“); erfolgt die Ausgabe von allem, was zwischen den Anführungszeichen liegt. Für den Anfang musst du noch nicht alles von dem Programm verstehen. Ich lasse darum einige Details weg, die ich erst in späteren Teilen des Tutorials erklären werde.

Das public class zeigt, dass es sich um eine Klasse handelt, auf die auch andere Klassen zugreifen könnten. Der Name der Klasse ist HelloWorld. Klassennamen schreibt man normalerweise groß, außerdem muss der Name der Klasse mit dem Namen der Datei übereinstimmen. Die Klasse beginnt in Zeile 1 mit der öffnenden geschweiften Klammer { und endet in Zeile 5 mit der schließenden geschweiften Klammer }.

In Zeile 2 bis 4 wird eine sogenannte Methode definiert. Auch sie beginnt mit einer öffnenden geschweiften Klammer { und endet mit einer schließenden geschweiften Klammer }. Methoden sind Funktionen, die aufgerufen werden können und dann etwas bestimmtes tun. Was sie tun, hängt davon ab, welche Befehle man in die Methode geschrieben hat (in dem Beispiel also der Befehl für die Ausgabe des Textes). Die hier definiert Methode hat den Namen main. Prinzipiell kann man in einer Klasse viele Methoden definieren, die oben zu sehende Main-Methode ist aber etwas besonderes, denn es handelt sich dabei um die Methode, die beim Ausführen des Programms als erstes automatisch aufgerufen wird.

 

Das war’s dann auch schon mit der recht kurzen Erklärung zum Programm. Als nächstes geht es um die Datentypen, die Java zur Verfügung stellt.

Weiter zu Teil 3 – Variablen und primitive Datentypen

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3 Antworten

  1. 20. Februar 2015

    […] Das erste Programm schreiben: Um eine kleine Einführung zu geben, geht es mit dem klassischen HelloWorld!-Programm los und einigen Erklärungen zum allgemeinen Aufbau eines Java-Programms. […]

  2. 12. März 2015

    […] dem eher unspannenden Beispiel des letzten Artikels wird es nun noch um Datentypen gehen. Die Programme sollen Variablen anlegen, den Variablen Werte […]

  3. 19. April 2015

    […] Weiter zu Teil 2 – Das erste Programm schreiben […]

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